Unsere ausgewählten Jurymitglieder bewerten eure Einreichungen nach Originalität, Inhalt und filmischer Umsetzung.
Hier erfahrt ihr Genaueres über unsere einzelnen Jurymitglieder, ihre Berufe, ihre Hobbys und natürlich ihre Lieblingsfilme.

Christoph und Philipp Kaar

Wie steht ihr zum Medium Film? 

Das Medium Film übte immer eine enorme Faszination auf uns aus. Die Möglichkeit, auf eine künstlerische Art und Weise zu unterhalten. Sich kreativ ausdrücken zu können. Geschichten zu erzählen. 

Euer beruflicher Werdegang? 

Nach Abschluss des Medienkollegs 2017 stiegen wir beide mehr oder weniger direkt in die Arbeitswelt ein. Philipp ging nach München um für BMW zu arbeiten, Christoph blieb in Tirol. Seit Februar 2019 ist er Vollzeit bei „The Distillery“ in Innsbruck angestellt. Philipp arbeitet mittlerweile auf selbstständiger Basis und wohnt auch wieder in Innsbruck. 

Was macht für euch einen guten Film aus? 

Die Fähigkeit, mehrere Geschichten/Handlungen gleichzeitig erzählen zu können, miteinander zu verknüpfen (Nolan). Ein prägnanter Wendepunkt in der Geschichte. Und natürlich gute Schauspieler/Lichtsetzung. 

Was ist euer Lieblingsfilm? 

Interstellar by Christopher Nolan 

Was ist euer erster Gedanke, wenn ihr den Satz „Früher war alles besser“ hört? 

Wir denken an den Schilling und unsere Großeltern, wenn wir ihnen von unserem Leben in Innsbruck erzählen. In Bezug auf die Musik vertreten wir die Aussage „Früher war alles besser“ zu 100%. Die war früher nämlich wirklich besser.  

Lukas Hauser

Wie stehst du zum Medium Film? 

Ich arbeite selbst im Bereich Film, hauptsächlich an der Kamera aber auch im Schnitt. Somit steht bei mir der Film auf der Alltagsliste im Beruf. 

Dein beruflicher Werdegang: 

Ich habe ursprünglich Elektroniker für Luftfahrttechnische Systeme gelernt, bin aber vor der Ausbildung und auch währenddessen durch Skaten immer mehr ans Filmen gekommen, was mich dann auch dazu bewegt hat mein Abitur nachzuholen um dann Medientechnik und Medienproduktion zu studieren. Den Studiengang habe ich dann 2018 erfolgreich abgebrochen, nachdem ich im Zuge meines Praxissemesters ein Jobangebot bekommen habe. Seitdem arbeite ich bei einer Werbeagentur beziehungsweise Filmproduktion namens The Distillery in Innsbruck und erstelle dort zusammen mit einem tollen Team überwiegend Outdoor- und Actionsportfilme!

Was macht für dich einen guten Film aus?

Ein guter Film hängt für mich einerseits von der Story ab, andererseits aber auch von der schauspielerischen Leistung, der technischen Umsetzung sowie der gesamten Atmosphäre des Films. Filme die dich zum Mitdenken zwingen, dich in ihren Bann ziehen oder deren Thematik mich noch Tage nach dem ich sie geschaut habe beschäftigen, finde ich gut.

Was ist dein Lieblingsfilm?

Um ehrlich zu sein habe ich eigentlich keinen so richtigen Lieblingsfilm. Ich liebe aber Filme von Wes Anderson deswegen gehört Moonrise Kingdom definitiv ganz nach oben auf die Liste.

Was ist dein erster Gedanke, wenn du den Satz „Früher war alles besser“ hörst?

Wenn ich „Früher war alles besser höre“ kommt mir als erstes der Begriff Freundschaft in den Kopf.  

Fred Einkemmer

Wie stehst du zum Medium Film? Was ist dein beruflicher Werdegang:

Filme waren meine große Leidenschaft, deshalb wollte ich Kameramann

werden. Vor 30 Jahren habe ich keine Möglichkeit gefunden diesen Beruf zu erlernen

und bin deshalb Fotograf geworden. Zum Glück gefiel mir das auf Anhieb auch so gut, dass ich

dabei geblieben bin.

Was macht für dich einen guten Film aus?

Was einen guten Film ausmacht habe ich bestens beschrieben wo gelesen:

„ Ein guter Film ist eine erzähl- und filmtechnisch gute Umsetzung einer Idee,

die die Aufmerksamkeit des Zuschauers von Anfang bis Ende gewinnt und bei ihm entsprechend nachwirkende Emotionen erlangt.“

Was ist dein Lieblingsfilm?

Mein Lieblingsfilm ist eine lange Liste unterschiedlichster Filme aus verschiedensten Genres,

der letzte beeindruckende Film den ich gesehen habe war: Joker.

Was ist dein erster Gedanke, wenn du den Satz „Früher war alles besser“ hörst?

„Früher war alles besser“ ist ein selten dummer Satz, Jede Zeit hat ihr Gutes und Schlechtes

und so gibt es aus jeder Zeit auch fantastische und furchtbar schlechte Filme.

Felix Gorbach

Wie stehst du zum Medium Film?

Je weniger Happy Ends uns das Leben bereitet, umso mehr brauchen wir den Film.

Der Film ist die kollektive Unterhaltungsform, die das geschriebene Wort und das Theater in unseren Zeiten meist abgelöst hat.

Tanzende Lichtpunkte bringen uns zum Weinen, Seufzen, und Jubelgeschrei. Wenn sich Leere und Desillusion sich in unser Leben schleicht, kann der Film uns mit Neuem erfüllen.

Umgekehrt soll und muss Film auch aufklären und gekonnt den Spiegel unserer Gesellschaft mit all ihren Abgründen vorhalten.

Schlussendlich ist der Film bei seiner Entstehung eine kollaborative Kunstform, die nur im perfekten Zusammenspiel aller unterschiedlichen Gewerke ihre Vollendung findet. – also Teamwork – was im vergangenen Semester durchaus Herausforderungen bot.

Dein beruflicher Werdegang?

Als Vorarlberger nach dem Abschluss des Torusismuskollegs in Bludenz hat mich der Durst nach Wissen nach Innsbruck verschlagen. Während dem Studium glitt ich mit den dort erlernten Fähigkeiten schnell in die Erwachsenenbildung ab.

Ertragreiche Jahre bot der Übergang des letzten Jahrtausends als Webdesigner. Hier fand der erste berufliche Kontakt mit Kommunikation statt. Die Websites aus dieser Zeit belegen was alles möglich war 🙂

Schnell wurde mir bewusst, dass die recht statische Welt des damaligen Internets nicht die Meine war, und so leitete mich die Lust am Entdecken von Neuem in die Animation mit Flash, dann After Effects und schlussendlich zur 3D Animation.

Diese Obsession begleitete ich ein gutes Jahrzehnt, genauso wie das Fotografieren.

Vor sechs Jahren ertappte ich mich immer öfter nach den berühmten 12 Stunden Arbeitssitzungen hinter 2 Monitoren mit dem Wunsch, nicht nur alleine am Rechner kreativ sein zu wollen. Dies entführte mich in die Welt der aktiven Filmemacherei. So konnte ich bei mehreren Kurzfilmprojekten mitarbeiten, die Kamera, Ton und Regie führen und auch entsprechende Erfolge mit meinen Filmen feiern.

Dem Unterrichtsfach blieb ich stets treu und kann bis heute meine Leidenschaft für Medien meinen StudentInnen weitergeben.

Was macht für dich einen guten Film aus?

Wenn man beginnt sich mit dem Film professionell zu beschäftigen, dekonstruiert man sehr schnell die inneren Dynamiken, die in Storytelling, Kameraführung, Sound Design etc. innewohnen. Entsprechend halte ich Filme für gut, die mich nicht nur unterhalten, sondern auch die Grenzen des Mediums ausloten.

Was ist dein Lieblingsfilm?

Das kann ich nicht beantworten. Der Film, den ich am öftesten sah, ist mit Sicherheit Borat, von Sacha Baron Cohen. Die rotzfreche Herangehensweise an die Story mit dem Versuch der teils plumpen scripted reality Umsetzung bringt mich immer erneut zum Lachen.

Pulp Fiction, Schindlers Liste oder auch Valerian sind für mich persönlich Filme, die ich sehr gut umgesetzt finde, weil sie Überraschen, gut unterhalten und vor Augen führen, wie gut es uns in der ersten Welt zur Zeit noch geht.

Hochwertige Serienformate die durch Streamingdienste an Popularität gewonnen haben, ermöglichen ein viel tiefergehendes Erzählen von Geschichten. Dort wo Klassischerweise 90 Minuten ausreichen müssen, können nun in zahlreiche Stunden Erzählstränge ausgebreitet werden, die eine noch nie dagewesene Tiefe im Storytelling erstmalig erlauben. Game of Thrones ist hier ein perfektes Beispiel.

Was ist dein erster Gedanke, wenn du den Satz „Früher war alles besser“ hörst?

Das liegt im Auge des Betrachters. Die meisten Menschen aus der 2. Hälfte des 20. Jahrhunderts kommend, erinnern sich an ihre Jugendzeit, in der sie noch freier von gesellschaftlicher Verantwortung agieren konnten. Ich glaube, dass diese Freiheit die man genießen darf und soll, bevor Erwerbsarbeit, der Zwang Rechnungen zu begleichen und die Herausforderungen des Aufkommens für die eigene Familie sorgen zu müssen, dann unfreier macht. Wenn man jung ist, braucht man noch nicht viel – das gibt Freiheit und das sind für viele die Zeiten, in denen alles besser war.

Die Fortschritte die wir inzwischen als Menschheit erreicht haben, die Möglichkeiten und Herausforderungen die die Digitalisierung unserer immer bunteren Gesellschaft bieten, der Klimawandel etc. erzeugen bei vielen eher Furcht vor dem Verlust des bisher hart Erarbeiteten. Deswegen war für viele früher alles besser.

Und natürlich wird die Jugend immer deppater, weil so wie die sich heute aufführen, das hätte es früher nicht gegeben – sogar ein eigenes Filmfestival bilden die sich ein – da könnt ja jeder kommen 🙂

Fabian Widmann

Wie stehst du zum Medium Film?

Ich beschäftige mich bereits seit über zehn Jahren fast
ausschließlich mit dieser komplexen und sich noch immer rasant
entwickelnden Kunstform, sowohl als Rezipient und selbst Filmschaffender.

Dein beruflicher Werdegang?

Filmstudium mit Schwerpunkt Regie (Abschluss 2015); seither
freischaffender Regisseur

Was macht für dich einen guten Film aus?

Das ist pauschal nicht zu beantworten, weil von vielen Faktoren
abhängig. Grundsätzlich lege ich Wert auf eine bewusst gestaltete
Bildsprache und ein nachvollziehbares Narrativ.

Was ist dein Lieblingsfilm?

Fellini: „Casanova“
R. W. Fassbinder: „Berlin Alexanderplatz“
R. Andersson: „Eine Taube sitzt auf einem Zweig und denkt über das
Leben nach“
A. Tarkowski: „Andrej Rublev“

Was ist dein erster Gedanke, wenn du den Satz “Früher war alles besser” hörst?

Glauben das manche immer noch?

Dénes Széchényi

Wie stehen Sie zum Medium Film?

Wenn ein Film Erfolg hat, ist er ein Geschäft. Wenn er keinen Erfolg hat, ist er Kunst. (Carlo Ponti)

Was macht für Sie einen guten Film aus?

Der Schnitt

Was ist Ihr Lieblingsfilm?

Melancholia von Lar van Trier

Was ist Ihr erster Gedanke, wenn Sie den Satz „Früher war alles
besser“ hören?

Stimmt doch gar nicht!